Schleifsteinhalter selber bauen

Früher glaubte ich, einen Schleifsteinhalter brauche ich nicht, ich kann den Stein ja mit der zweiten Hand festhalten. Dem ist aber in der Realität nicht wirklich so. Wenn ich das Messer sauber führen will, brauche ich einen Schleifsteinhalter, der den Schleifstein ordentlich fixiert, damit die zweite Hand das Messer führen kann.

Eigenbau mit SteinWie Ihr Euch einen solchen recht simplen, aber gut funktionierenden Halter selber bauen könnt, beschreibe ich im folgenden Video:

Hier nochmal die „Zutatenliste“:

  • Resopalplatte (aus Baumarkt), Tipp, es gibt auch Frühstücksbrettchen aus Resopal
  • Bodenwischtücher (dm)
  • Füßchen (Rutschstopper aus Silikon aus dem Baumarkt)
  • Schleifpapier (grobes, Körnung 80 ist ok)
  • Kontaktkleber (Pattex, Uhu und Co.)
  • Alkohol, Universalverdünnung oder Reinigungsbenzin

Wenn Ihr es richtig gut machen wollt, ist folgendes noch sinnvoll:

  • Bohrer ca. 0,5 mm bis 1 mm mehr im Durchmesser als die Füßchen
  • Standbohrmaschine oder Bohrmaschine mit Bohrständer

Wie es genau gemacht wird, zeige ich im Video oben. Wenn Ihr noch Fragen habt, dann schreibt einfach einen Kommentar.

22 Gedanken zu „Schleifsteinhalter selber bauen

  1. Hallo,
    eigentlich ne super Idee sich so ein Ding selber zu bauen, hätte ich das mal früher gelesen!
    Ich habe mir gerade einen bei Kochland bestellt, der ist auch super – aber eben nicht selbst gemacht!

    Eine tolle Seite – super Tipps und Tricks ich schaue bestimmt wieder vorbei!

    Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht

    M. Fischer

  2. Organisatorisch sehr gut durchdacht. Kommt auf den Punkt und ist somit eine ausgezeichnete Hilfe für Alltagsprobleme rund ums Messer.
    Als Anhaltspunkt für weitere Themen in deiner Website, währe eine Außernandersetzung mit dem Thema Stähle und Schmiedekunst (z.Bsp. Japanische Schmiedekunst ) zur Verwendung im Bezug zu Messern ein interressantes Thema, welches sich auf deiner Website nahezu anbietet.

    Mit freundlichen Grüssen,

    R. Porsch

    • Hallo Herr Porsch,
      das Thema Stähle ist in Arbeit, aber wird auf dem Gebiet der japanischen Schmiedekunst nicht so sehr in die Tiefe gehen. Dazu fehlen mir noch fundierte Erkenntnisse aus eigenen Langzeiterfahrungen.
      Viele Grüße,
      Leonhard Ullrich.

  3. Hallo,
    wie sieht das eigentlich bei einem Schleifstein, der mit Öl behandelt wird, aus?
    Liegt der genau so gut, oder rutscht er vielleicht?

    Mit freundlichem Gruß
    R. Rathsmann

    • Diese kleinen Bröckchen sind Nagurasteine, die vor allen Dingen bei japanischen Wassersteinen Verwendung finden. Sie werden benutzt, um vor dem eigentlichen Schleifen, den Schleifstein anzureiben. Das dient primär dazu eine Schleifpaste auf dem Schleifstein zu erzeugen, die die geschliffene Oberfläche vergleichmäßigt, aber auch zu einem höheren Steinverschleiss führt und zum anderen, den Stein aufzufrischen, wenn er einmal nicht mehr richtig abträgt. Das funktioniert aber nur bei weichen Schleifsteinen. Bei harten Schleifsteinen sollte man lieber zu Siliziumkarbidpulver greifen, wie ich hier beschrieben habe.

  4. Hallo,
    ein ganz ganz dickes Lob! Ich habe mir gestern Nach alle YOUTUBE-Leo-Videos zum Messerschärfen reingezogen; ich konnte nicht aufhören, es war sehr interessant!
    Das Beste was ich je dazu gesehen und gehört habe!
    Mein Interesse bezieht sich auf kochen und Kochmesser, und ich habe bisher viele negative Erfahrungen gemacht. Teure Messer, Keramik-Messer, usw.
    Nur die Herbertz – Messer sind wirklich scharf zu bekommen.
    Vielen Dank, jetzt weiss ich worauf ich achten muss!!!
    Danke und Gruss, Otto

    • Hallo Otto,

      welche Messer sind es denn, die Du nicht scharf bekommst? Eventuell könnte es an Deinem gröbsten Stein liegen, wenn der nicht grob genug ist, dann schleift man oftmals nicht lang genug auf dem Stein, wenn man ein neues Messer schleift und dadurch haben sich die Klingenflanken noch nicht getroffen und es kommt noch nicht zu einer Gratbildung. Welche Körnung hat denn Dein gröbster Schleifstein?

      Viele Grüße,
      Leo.

  5. hallo leo-klasse blog-sympathisch-kompetent und praxisnah
    eine ergänzung zu dem gut diys schleifsteinhalter-den deckel
    einer tiefkühldose ganzflächig mit doppelseitigem klebeband
    auf dem resopalbrettchen befestigen-schwammtuch passend
    hineinschneiden-stein ca. 10 miuten wässern-auflegen
    wasser bis zur sättigung nachsprühen-und ganz sachte
    die geliebte schneide streicheln-bis sie richtig „scharf“ wird

    dankeschön & liebe grüße

    hawemundt

  6. Ich habe ausgezeichnete Erfahrungen mit einer festen, feinporigen Gummimatte vom Bauhaus gemacht, ca. 6 mm dick. Wofür das Bauhaus die verkauft, keine Ahnung.

  7. Mein Steinhalter besteht aus dem Rest einer Leichtbauplatte aus Hartschaum ,Die gibt es in Stärken von 1-5 cm ,sie sind leicht mit einem Messer zu zuschneiden und sind wasserresistent .Meine Empfehlung ist 2 bzw 3 cm Stärke .Die Auflagefläche für den Stein habe ich mit einem Stück Antirutschmatte aus dem Autozubehörhandel (gibt es auch schon mal für ca 6 € bei Aldi Lidl und Co im Angebot) beklebt .Als Unterlage benutze ich ebenfalls ein Stück Antirutschmatte (ca 40×40 cm) .Wenn du willst ,schick ich dir mal so ein Stück .OK ,diese Platten sind im Baumarkt nicht billig ,aber wer auf dem Bau arbeitet ,frage mal den Fliesenleger .
    Grüsse aus dem Norden

  8. Hallo,
    danke für die tollen Videos.TOP!!! Endlich mal „einer“ der Ahnung hat. Ich habe gerade mein Schleifset bestellt. Ich hoffe es klappt.Mein Lansky pack ich zum Müll!
    Habe 2 Böker Magnum 440er Stahl.
    Vielleicht bekomme ich ja Hilfe 🙂
    Liebe Grüße
    Klaus-Peter

    • Hallo Klaus-Peter,

      werf Dein Lansky nicht weg, es ist zwar fummelig, aber für den Erstschliff eines Messers kannst Du damit gute Ergebnisse erreichen.

      Viel Erfolg beim Schärfen,
      Leo.

  9. Servus Leo,
    danke für deine herrliche Seite!
    Ich verwendete bisher eine Antirutschmatte für LKW. Ging so. Kürzlich war ich beim örtlichen Händler für technische Gummiwaren, um Zellkautschuk zu besorgen. Mir fiel dabei eine rote Matte ins Auge, die sich „Verschleissplatte 40 Shore“ nannte. Stärken: 6, 8, 10, 12, 15, 20, 25 mm, Naturkautschuk, nicht geschäumt. Ich wollte versuchen, ob sie als Griffmaterial taugt. Das Material ist recht weich, recht schwer (etwas schwerer als Wasser), schwapelig, fühlt sich klebrig an. Mit dieser Matte habe ich meinen Schleifsteinhalter gefunden! Sie liegt „schwer“ am Tisch und: Wasser bringt sie nicht zum Rutschen!
    Hier der Kataloglink:
    http://www.hostra.at/pdf/kataloge/technischerindustriebedarf/01_gummi/02_verschleissplatten.pdf

    Beste Grüße

    TOM

    • Hallo Tom,

      danke für den Tipp mit der Verschleissmatte, die kannte ich noch gar nicht. Ich werde mal versuchen hier in der Umgebung sowas zu bekommen. Manchmal sind die neuen Materialien klebriger und rutschfester als sie nach ein paar Einsätzen mit Staub und Wasser. Hast Du da schon eine Veränderung bemerkt?

      Viele Grüße,
      Leo.

      Viele Grüße,
      Leo.

  10. Servus Leo,
    die Matte hat ja noch keine große Zahl von Messern erlebt. Eine Veringerung des Reibwertes kann ich mir schon vorstellen, weil die Glattheit einen Saugefekt bringt. Die letzten Beobachtungen: Wenn ein Wasserfilm drunter ist, kann ich sie ein Stück verschieben, sie schwimmt am Wasserfilm, dabei drückt sie das Wasser heraus und „fährt sich fest“. Danach dichtet sie ab. Mein Tisch hat Resopal oder gleichwertiges als Oberfläche.
    So ein Gummigeschäft ist Paradies für mich und ich werde wieder einmal hinten im Lager schnüffeln gehen, unter einem Vorwand: „Bitte 10 x 10 cm von dem…“

    Beste Grüße
    TOM

  11. Servus Leo,
    die „Verschleissplatte 40 Shore“ hat gut 40 Messer gemacht. Es ist keine Verringerung des Reibwertes feststellbar. Wird immer sauber gespült, klar. Für das letzte Messer verwendete ich zum Vergleich eine Zellkautschukmatte mit 20mm Stärke. Diese drückt sich etwas zusammen (Schaum halt). Das ergibt, wenn ich in Randnähe aufdrücke, ein Kippgefühl. Von meiner Verschleissplatte (kein Schaum) kenne ich das Gefühl nicht. Der Zellkautschuk rutscht eher am Tisch, wenn naß. Auf der Verschleissplatte würde eher der Stein rutschen, als die Matte am Tisch. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Steinhalter! Ein kleines Stück mit 6mm Stärke ist jetzt auch im Reisegepäck beim „Spyderco Pocket Stone (Double Stuff)“.

    Beste Grüße
    TOM

  12. Geht alles viel einfacher !
    Habe mir bei OBI für € 5,00 eine Fussraum-Gummimatte fürs Auto
    gekauft (ca. 50 x 40 cm).
    Die sind wohl dafür gedacht , durchgescheuerte Fussmatten abzudecken .
    Wabenoberfläche hält das Wassr fest , rutscht nicht auf dem Tisch und der Schleifstein rutscht nicht auf der Matte .
    Wird nach Gebrauch einfach abgespült !
    Fertig !

    m.f.G
    Werner

    • Hallo Werner,

      danke für den Tipp. Ich hatte es auch schonmal mit einer Fußmatte probiert, aber die war nicht so rutschfest, wie ich mir erhofft hatte. Zudem fehlte mit die Schleifsteinerhöhung. Aber als Unterlage unter einem Schleifsteinhalter durchaus brauchbar. Meine hatte ich allerdings ein Jahr im Carport liegen lassen und die Sonne ich der Matte nicht gut bekommen, sie hat inzwischen schon einige Risse bekommen.

      Viele Grüße,
      Leo.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.